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Samstag, 23. Juli 2011
Mini Malismus räumt auf
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Sonntag, 26. Juni 2011
Die Welt als Tortendiagramm
Unsere Welt ist hochkomplex, hochglobal (na schau mal einer an!) und nicht zuletzt hochvernetzt. – Also einfach zu hoch für Leute wie du und ich. Wir brauchen jemanden, der uns die Welt erklärt. Wir brauchen einen Weltversteher. Wir brauchen Claus Kleber! Einen, der uns schon mit seinem eingängigen, alliterativen Namen zu verstehen gibt: Ist alles nicht so kompliziert. Ich erkläre es euch. Und dann nimmt er ganz leger vor seinem Moderationspult Patz und uns an seine Hand:
Es soll ja Leute geben, denen geht dieser Kleber gehörig auf den Zeiger. Diese Leute behaupten, CK (Achtung: Verwechslungsgefahr!) wäre ganz schön abgehoben, dort in seinem futuristischen Studio. Er moderiere quasi von oben nach unten zu seinen dümmlichen Zuschauern und versuche diese mit bunten, mitten in den Raum projizierten Grafiken einzulullen. Wie Babys vorm Ins-Bett-gehen.
Dabei können Diagramme - egal ob in Torten-, Balken- oder Säulenform - auch richtig Spaß machen. So, wie die von katjaberlin. Auf ihrem Graphitti-Blog erklärt sie die Welt mit lustigen und geistreichen Grafiken, die immer ein Fünkchen Wahrheit beinhalten:
Samstag, 4. Juni 2011
Zwangsbeglückt
Und genau so sieht es aus. Die Deutschen scheinen nicht mehr fähig, selbst zu entscheiden, wie moralisch, gesund und umweltbewusst sie leben wollen. Immer mehr wird vorgeschrieben. Immer mehr lassen wir uns vorschreiben! Ich empfinde es als anmaßend, wenn mich mein Auto dauerpiepsend daran erinnert, mich anzuschnallen. Ich kann selbst denken und selbst entscheiden. Das muss mir niemand abnehmen. Keine neue Technik und auch kein Staat. Wir sollen uns empören? Das tue ich! Wer macht mit?
Sonntag, 1. Mai 2011
Durex sorgt für kreative Höhepunkte
Sonntag, 24. April 2011
Frohe Ostern!
Sonntag, 17. April 2011
Newspaper Poetry
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| Mein erster Versuch in Sachen Newspaper Poetry. |
Ganz nach dem Motto "Kreativität = Subtraktion". So sieht das jedenfalls Austin Kleon, der Erfinder des Newspaper Poetry. Seiner Meinung nach gibt es nichts, was es nicht schon gegeben hat. Originalität ist nur ein Mashup aus Bestehendem. Es kommt also darauf an, Dinge herauszupicken und auf neuartige Weise zusammenzusetzen. Bei ihm sieht das so aus:
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| Newspaper Poetry vom Erfinder selbst. |
Sonntag, 20. März 2011
Stricken statt sprühen
Guerilla Knitting heißt die Mission der zumeist weiblichen „Kämpfer“, das Stadtbild zu verschönern. Ja, verschönern und nicht verschandeln. Letzteres wird den Graffities ja häufig unterstellt. Alles eine Frage des Geschmacks. Und eine Frage der Motivation. Während Sprüh-Graffities oft politisch sind, sollen Strick-Graffities lediglich Farbe ins Straßenbild zaubern. Oder? Bilder wie dieses jedenfalls lassen doch das eine oder andere politische Statement erkennen:
Und tatsächlich wollen sich nicht alle Künstler(innen) auf das Einkleiden von Laternenpfählen und Telefonhäuschen beschränken. Wie Die Zeit schreibt, verstehen sich die Anhänger des Craftivism „als antikapitalistisch, umweltschützend und mitunter auch als feministisch.“ „Knitting for Good“ oder „Political Change Stich by Stich“ betiteln sie ihre Ambitionen. Und die beschränken sich nicht nur auf den öffentlichen Raum. Alle Aktionen werden natürlich über Facebook und Twitter organisiert. Die Ergebnisse der Knit the City-Aktionen finden sich dann auf Flickr. Noch nie war Stricken cooler!
Dienstag, 8. März 2011
Wer rettet die Karteileiche?
Der große Sprachschützer Bastian Sick engagiert sich selbstverständlich auch. Am liebsten hätte er wahrscheinlich den Genitiv gerettet, aber da er sich für ein Wort entscheiden musste, wählte er das unscheinbare Reziprokpronomen „einander“.
Nun wollte auch ich gern zum Kreis der edlen Wortpaten gehören und ließ mir Vorschläge für noch freie Wörter unterbreiten. Leider konnte ich mich nicht zwischen „Sozialabgabenquote“, „Sommerfrüh“ und „Bundestrojaner“ entscheiden. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach wirklich schützenswerten Begriffen. Ich wurde fündig unter www.bedrohte-woerter.de.
Neben technisch Überholtem wie Abspielgerät oder Bandsalat findet sich hier auch kulinarisch Gestriges wie Brause, Broiler und Muckefuck. Klar, wer wird in Zukunft schon noch verstehen, dass für Pfennigfuchser selbst Ladenhüter kein Pappenstiel sind? Für die Piefkes und Hupfdohlen künftiger Generationen ist das doch nur urster Kokolores. Schon traurig, dass immer weniger Haudegen und Halunken auf dem Drahtesel Fersengeld geben und dabei einem Fräuleinwunder hinterher pfeifen. Welch Schindluder doch mit unserem schönen bildreichen Wortschatz getrieben wird! Jemand sollte sie schützen, die Karteileichen, Blumenkinder und Backfische unserer Sprache. Oder übertreibe ich? Alles dufte? Ach, alles Mumpitz!
Mittwoch, 2. März 2011
Fünf vor zwölf
Montag, 21. Februar 2011
Summa cum klaute
So darf sich der Mann mit den vielen Vornamen seit dem Plagiatsvorwurf über weitere liebevoll erdachte Bezeichnungen freuen: Einige finden Mr. Googleberg passend, andere nennen ihn schlicht Mr. Copy& Paste und für die Filmfreaks ist er nur „The Plagiator“:
Auch schön: Die Guttenbergsche Tastatur
Und vielleicht hätte sich KTG vor seiner Promotion mal mit seinem Großvater unterhalten sollen. Der kannte sich schließlich aus mit...
Aber über wie viele abgeschriebene Stellen reden wir eigentlich? Das Guttenplag-Wiki behält den Überblick:
Das sorgt für Aufklärung, ist aber ganz und gar nicht internett. Auch auf Twitter ist die Schadenfreude groß. Sprüche wie "Gutenberg? Hat der nicht die beweglichen Letter erfunden? Ach nein: die beweglichen Textpassagen." sind der absolute Brüller. Und so hilft Guttenberg einmal anderen Leute dabei, sich zu inszenieren. - Als Heilige, als Retter des Wissenschaftsetos oder einfach als Spaßvögel, denen kein Witz zu naheliegend ist.
Und da dürfen die Prinzen mit einer Neuinterpretation ihres Hits nicht fehlen:
Aber - bei Humboldt - ich bin keinen Deut besser! Auch ich habe mir für diesen Blogbeitrag zahl- und geistreiche Sprüche sowie Bilder zusammengeklaut. Und zwar hier:
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki
www.twitter.com
Sonntag, 6. Februar 2011
B or not 2 B in Social Media
Liegt es daran, dass B-to-C anschaulicher und verständlicher ist, weil wir ja alle C, also Customer sind? Oder gibt es einfach keine Beispiele für gelungenes Social Media-Marketing von Geschäft zu Geschäftskunde? Auch hier gilt: Wer suchet, der findet. Zuallererst – wir hatten es vermutet – in Amerika. Hier werden Twitter und Co. von B-to-B-Marken schon stärker genutzt. Doch ein genauer Blick auf die Top10-Liste der B2B-Unternehmen auf Twitter offenbart: Von Hubspot über Cisco bis hin zu Oracle und Intel sind es eher die IT-affinen Unternehmen, die verstärkt über die neuen Medien kommunizieren.
Und auch bei den deutschen Unternehmen twittern hauptsächlich die Großen. ThyssenKrupp ist dabei, genauso wie SAP oder Siemens. Mittelständige und kleine Unternehmen sucht man vergebens.
Ein absolut herausragendes Beispiel für die Nutzung von Social Media in der B-to-B-Kommunikation – und nicht ganz so bekannt wie Siemens – ist westaflex. Der Anbieter von Systemtechnik mit Sitz in Gütersloh verknüpft in seinem digitalen Newsroom Twitter, RSS, Youtube, Flickr und sogar Podcasts. Eine rundum gelungene Seite mit Link zur Homepage, zum Weblog sowie zu einem Chat auf LinkedIn.
Aber wozu all der Aufwand? Was bringt es einem Unternehmen von – sagen wir – Spezialschrauben für Maschinen, über seine neu entwickelten Gewinde zu twittern? Drei Gründe sind wesentlich:
1. SEO. Suchmaschinen lieben soziale Plattformen und bewerten deren Inhalt als besonders relevant. Sozial aktiv sein – und sei es nur im Netz – hilft also dabei, von Einkäufern und anderen Entscheidern gefunden zu werden.
2. Wissen. Was passiert in meiner Branche? Was beschäftigt meine Zielgruppe? Diese und andere Informationen gibt es bei Twitter und Facebook praktisch zum Nulltarif. Man muss nur zuhören.
3. Expertentum. Der Entscheidungsprozess im Geschäftskundenbereich gestaltet sich um einiges komplexer als der bei Privatkunden. Deshalb ist es von Vorteil, sich als Experte zu profilieren. Wer ständig über neue Entwicklungen auf seinem Gebiet berichtet, der wird schon bald als solcher angesehen.
Immer mehr Geschäftskunden tümmeln sich auf den sozialen Seiten. Deshalb sollten sich auch die B-to-B-Unternehmen langsam eine Strategie für ihren Social Media-Auftritt überlegen. Denn spätestens wenn junge Entscheider der Generation Facebook die alten Hasen der Generation Litfass-Säule ablösen, wird Social Media vom „Nice-to-have“ zum „Must-have“.
Dienstag, 25. Januar 2011
In der Zukunft stöbern
1. Pralinenbeschreibungen auf der Ober- statt der Unterseite der Schachtel.
2. Verpflichtende IQ-Tests für Radio- und Morgenmagazin-Moderatoren.
3. Ein Auto, welches mich nicht ständig – piepsenderweise – ermahnt, dass mein Beifahrer (meist eine Tragetasche) noch nicht angeschnallt ist.
Ich gebe zu, den letzten Punkt habe ich durchaus selbst in der Hand. Nummer eins und zwei gehören aber definitiv zu den „Wild Cards“. So nennen die Zukunftsforscher des EU-Projektes interconnecting knowlege „unerwartete Ereignisse mit geringer Eintritts-wahrscheinlichkeit aber großer Wirkung“. Dazu gehören zum Beispiel folgende Szenarien:
Algen werden in Zukunft als Biotreibstoff genutzt und machen Australien damit zum größten Energielieferant.
Roboter werden zu Lebensgefährten. Sie sind einfühlsam und hilfsbereit. Dadurch nehmen die Beziehungen zwischen Menschen immer mehr ab und es werden weniger Babys gezeugt.
Neue Technologien ermöglichen das Übersetzen von Hundebellen in menschliche Sprache.
Das klingt alles stark nach Science Fiction. Und genau dieser Umstand macht das Stöbern auf wiwe.iknowfutures.eu auch so spannend. Hier findet sich mit jedem Klick eine neue Roman-Vorlage. Oder die perfekte Idee zu einem neuen Werbespot; zum Beispiel für Pedigree: „Auch mit Übersetzungsprogramm würde Ihr Hund zu Pedigree nur eines sagen: Wow!“.
Dienstag, 18. Januar 2011
Eine Hommage an die Zeitlupe
Nuit Blanche from Spy Films on Vimeo.
Dieser Film Noir vom Kanadier Arev Manoukian ist nicht nur faszinierend, sondern ganz und gar ausgezeichnet. Auf der Ars Electronica gewann er den Preis als bester Film in der Kategorie "Computer Animation / Visual Effects". Mindestens ebenso sehenswert ist das Making of:
Making Of Nuit Blanche from Spy Films on Vimeo.
Dienstag, 11. Januar 2011
Die großen Angstmacher
CSU goes viral
Ob sich die CSU mit diesem „Wahlkampfvorstoß“ einen Gefallen tut? Immerhin, über das Video wird getwittert, was die Tastaturen hergeben. Allerdings nicht viel Positives. Auch ich frage mich, wie groß die Verzweiflung bei den „Parteigenossen“ sein muss. Statt konstruktive Vorschlägen zu Themen wie Integration, Bildung, Gesundheit sowie Daten- und Umweltschutz gibt es nur „Grünen-Bashing“. Und das auf Grundschulniveau! „Ein Männlein steht im Walde ganz grün und dumm. Es hat vor lauter Protest eine Steinschleuder um?????“ Ja ja, Hauptsache es reimt. Ganz egal, dass man eine Steinschleuder nicht „um haben“ sondern höchstens in der Hand halten kann (so wie es die sichtlich aufwendig bearbeitete Zeichnung auch darstellt). Was lernen wir (und hoffentlich auch die CSU) daraus? Genau. Nur, weil man ein hippes Medium wählt, muss die Botschaft nicht cool sein.
Oder ist es vielleicht möglich, dass eine andere Partei dieses Video veröffentlicht hat, um der CDU eins auszuwischen? Ich gebe zu, das klingt abenteuerlich und etwas zu sehr nach Verschwörungstheorie. Auf der anderen Seite kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die CSU das ernst meint.
Montag, 3. Januar 2011
Jahreshitliste 2010
Jahres entbehrt jeglicher Objektivität. Sie wurde meinerseits nicht nur vollkommen willkürlich zusammengestellt, sondern ist zudem zweifellos unvollständig und absolut fragwürdig. Viel Spaß!
Platz 1:
Das beste Magazin-Cover 2010 kam definitiv von brand eins:

Platz 2:
Das beste Konzeptheft stellte das Zeit Magazin-Team im August 2010 auf die Beine. Hier konnten die Leser Liebesbriefe, Reden, Gedichte, Kurzgeschichten und andere Texte einschicken, die dann von den Redakteuren redigiert wurden.
"Ein Heft, wo wir Ihnen alles verschönern tun"
"Wir machen das Beste aus Ihren Texten."
Platz 3:
Die beste Internetseite 2010 bietet Journalismus auf hohem Niveau. Unter www.2470media.eu finden sich zahlreiche interessante Web-Reportagen. Eine davon wurde kürzlich mit dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet.
Soccer for Life Episode 4 - After the war from 2470media on Vimeo.
Montag, 27. Dezember 2010
Weihnachtsstimmung mit Angie
Die lieblich-süße Weihnachtszeit, sie kam in diesem Jahr etwas säuerlich-herb daher. Saft- und kraftlos schob man sich die Geschenke über den Tisch und versuchte mit aller Gewalt das letzte bisschen Weihnachtsstimmung aus sich heraus zu quetschen. Weiße Weihnachten können ganz schön anstrengen.
Doch wer Schneeflöckchen Weißröckchen schon lange nicht mehr hören und seit diesen Tagen auch nicht mehr sehen mag, dem könnte statt Streusalz eine Prise Humor gut tun. Und was macht richtig lustig? Genau: sauer. Daher mein Tipp gegen schlechte Laune: Einfach mal ein Auge zu- und ein, zwei Zitronen ausdrücken. Am besten mit einer Presse, die an sich schon Freude macht:

Das perfekte Geschenk für depressive Weihnachtsmuffel: die Zitronenpresse "Angie".
Freitag, 24. Dezember 2010
Samstag, 11. Dezember 2010
Geschenkidee – garantiert raffiniert!
Ich, zum Beispiel, verschenke dieses Jahr Kunst für die Küche. Denn aus garantiert raffiniertem Zucker lassen sich mindestens ebenso raffinierte Bilder gestalten. – Jedes ein Unikat, versteht sich.
Diese Bilder eignen sich übrigens auch wunderbar als Einzugsgeschenk. Und preiswert sind sie obendrein: Leinwand um die 7 Euro, ein Fläschchen Alleskleber etwa 3 Euro, Zuckerpäckchen kostenlos.
Ein richtig interessantes Bild entsteht natürlich nur, wenn die Zuckertütchen sich nicht doppeln und eventuell auch ein paar aus anderen Ländern darunter sind. Also am besten schon im Januar mit dem Sammeln anfangen und alle möglichen Bekannten einbinden.
Dienstag, 7. Dezember 2010
Storyteller gesucht
Die Weihnachtsgeschichte ist so eine gute Story. Sie ist einfach, spannend und besitzt eine überschaubare Anzahl an Protagonisten sowie ein Happy End. Alles Punkte, die zu einem guten Storytelling gehören. Und was die Kirche schon seit Jahrhunderten erfolgreich praktiziert, entdecken seit einiger Zeit auch immer mehr Unternehmer für sich. Denn verpackt man seine Botschaft in eine Geschichte, wird sie nachweislich besser erinnert. Warum? Weil sie bewegt. – Im besten Fall nicht nur innerlich sondern auch äußerlich – nämlich zum Kauf.
Insgesamt 10.800.000 Treffer bekommt man bei Google zum Begriff Storytelling. (Die Kirche erscheint nicht unter den ersten zehn. Da müsste mal ein SEO-Experte ran.) Amazon hält 188 deutschsprachige Bücher zum Suchbegriff bereit. Der Bedarf nach Ratschlägen fürs Geschichten erzählen scheint groß zu sein.
Vielleicht sollten die verzweifelten Storyteller einfach mal wieder in die Kirche gehen. Oder sich eine Scheibe Inspiration von dem französischen Cresta Award-Gewinner im Bereich „Cinema“ abschneiden:


























